Auf Weltebene ist der Dialog der Weltreligionen nicht mehr ungewöhnlich. Die Pfarre Pregarten hat Vertreter der Weltreligionen eingeladen, um über den Zusammenhang von Politik und Religion zu reden.„Collage eines Jahrtausends“ lautet der Titel einer Veranstaltungsreihe des Katholischen Bildungswerkes Pregarten. „Was hat Politik mit Religion zu tun?“ Zum Gespräch über diese Frage hatte die Pfarre Vertreter von Weltreligionen eingeladen. Für die Buddhistische Religionsgemeinschaft war deren Vizepräsidentin Dr. Eva Maroschek gekommen. 16.000 Buddhisten leben in Österreich. Skeptisch äußerte sich Maroschek über einen Trend, wonach Prominente, zum Beispiel Schauspieler gelegentlich zum Buddhismus übertreten, ohne dessen Tradition in sich zu tragen.Michael Mohammed Hanel, der Vorsitzende der Islamischen Religionsgemeinschaft in Linz, sieht eine sehr enge Verknüpfung von Politik und Religion: „Entweder ist in der Politik das Religiöse oder ist im Religiösen die Politik“, meinte er. Kritik übte er an der Tatsache, daß islamische Staaten sich gegenseitig bekämpfen.Prof. Dr. Ferdinand Reisinger vertrat die christlichen Kirchen. Er hob den von Jesus gegebenen Auftrag zur Nächstenliebe hervor. Das Wissen um das Gemeinsame in der Religion müsse sich auch in der Politik auswirken. Nicht Parteipolitik wäre Aufgabe der Kirchen, wohl aber, sich in die Politik einzubringen.Isac Menachem Moshkovitz von der Israelitischen Kultusgemeinde in Wien stellte den Schöpfungsbericht von der Erschaffung des Menschen an den Anfang – und sieht dort das Gemeinsame grundgelegt.Das Religionsgespräch in Pregarten hat Dr. Severin Renoldner als Vizepräsident von Pax Christi Österreich moderiert. Er erinnerte an das Treffen des Papstes mit dem iranischen Staatspräsidenten wenige Tage vor der Veranstaltung.Schwer tun sich offensichtlich alle Vertreter der Religionen, wenn es um die Frage gleicher Rechte für Frauen geht.