Die Hospizbewegung in Oberösterreich bietet in mehreren Regionen mobile Teams zur Begleitung von unheilbar kranken Menschen zu Hause, in Pflegeheimen und auch in Spitälern an. Wenn es gewünscht wird, stehen die Mitarbeiter/innen der Hospizbewegung auch den Angehörigen Sterbender sowie Trauernden zur Seite. Der weitere regionale Ausbau der mobilen Hospizdienste ist ein Schwerpunkt für die kommenden Jahre. Mitte des vergangenen Jahres konnte am Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Ried die erste Hospizstation außerhalb Wiens eröffnet werden. Im nächsten Jahr wollen die Barmherzigen Schwestern in Linz eine Palliativstation eröffnen, wo etwa unheilbar Krebskranke eine fachkundige Schmerzbehandlung bekommen. „Für die Hospizarbeit, aber auch für praktische Ärzte, die eine entsprechende fachliche Unterstützung brauchen, wird das – nach der Station in Ried – eine weitere große Hilfe sein“, betont Gerda Scherwitzl. Ein weiterer Schwerpunkt der Hospizbewegung in Oberösterreich ist die Bildungsarbeit. Neben einem einjährigen Lehrgang und einem Grundkurs (10 Abende) zur Lebens-, Sterbe- und Trauerbegleitung sind vor allem Schulungen in Krankenhäusern, Pflege- und Altenheimen stark gefragt. Auch die Nachfrage für Vorträge in den Pfarren ist groß. Ein Problem ist die Finanzierung der Hospizarbeit: Vom Land gab es 1998 eine Subvention von 500.000 öS, von der Stadt Linz nach einer Starthilfe 1997 nichts mehr; die Krankenkassen zahlen nur bei der Station in Ried mit, nicht bei der mobilen Betreuung. u Hospizbewegung Oberösterreich, 4020 Linz, Zollamtsstraße 28, Tel. 0 73 2/ 78 63 60;u Hospizbewegung Innviertel, 4971 Aurolzmünster, Maierhof 135, Tel. 0 77 52/86 90 85;u Hospizbewegung Steyr, 4400 Steyr, Hanuschstraße 8, Tel. 0 72 52/67 3 95;u Hospiz St.Vinzenz-Palliativstation am Krankenhaus der BH Schwestern in Ried, Tel. 0 77 52/602-16 50.