Der Pastoralrat der Diözese Linz legt großen Wert auf die Fortsetzung des Dialogs für Österreich. Bei der Frühjahrs-Vollversammlung des Pastoralrates bekannten sich die Mitglieder am 5. und 6. Jänner einstimmig zu dieser Linie.„Der Dialog ist nicht tot“, betonte auch Diözesanbischof Maximilian Aichern. Es wäre Beschluß der Bischofskonferenz, daß die Kirche Österreichs auch mit Rom in den Anliegen des Dialogs im Gespräch bleiben werde.Für die künftige Arbeit setzte der Pastoralrat Schwerpunkte. Was die Pastoral an wiederverheirateten Gechiedenen betrifft, bekennt sich der Pastoralrat zu einer „offenen pastoralen Haltung“, wie sie auch in den Voten der Delegiertenversammlung zum Dialog für Österreich formuliert worden sind. Die Selbständigkeit des christlich gebildeten Gewissens solle geachtet und gefördert werden, auch was den Zugang zu den Sakramenten betrifft.Auf der Wunschliste des Pastoralrates steht außerdem ein ökumenisches Sozialwort der Österreichischen Bischöfe, das nach dem Modell des Sozialhirtenbriefes von 1990 zustandekommen sollte. Ein solches Sozialwort war bei der Delegiertenversammlung von Salzburg angeregt worden.Seine Zustimmung hat der Pastoralrat zum vorliegenden Konzept zur Schaffung von insgesamt 92 Seelsorgsräumen und dem damit verbundenen Personalplan gegeben. Im Jahr 2005 würden rund 100 Priester weniger zur Verfügung stehen als dies heute der Fall ist. Das Konzept bekennt sich einerseits zur bestehenden Pfarrstruktur, es soll aber unter Pfarren zu einer verstärkten personellen Zusammenarbeit kommen. Es soll jedoch, wurde betont, an einem pastoralen Konzept für die Diözese noch weitergearbeitet werden.So sollen verstärkt Räume und Zeiten geschaffen werden, „in denen spirituelle Prozesse und Entwicklungen geschehen können“. Einen weiteren Schwerpunkt setzt der Pastoralrat im Thema des „Ständigen Diakonats für Frauen“. Ein Fachausschuß wird ein Profil für den Ständigen Diakonat für Frauen erarbeiten. Die Franziskanerinnen von Vöcklabruck sollten den Auftrag erhalten, eine Anlaufstelle für Frauen mit geistlicher Berufung mit dem Schwerpunkt des Diakonats einzurichten.Einstimmig schloß sich der Pastoralrat einer Internationalen Kampagne zur Aussetzung des Todesstrafe bis zum Jahr 2000 an.