Der Brauch, in der Fastenzeit den Hochaltar zu verhüllen, wurde wieder aufgenommen. Als Fastentuch – auch „Hungertuch“ genannt – wurde ein bedruckter „Isfahan“ aus Persien ausgewählt. Dieser trägt als Motiv die Wanderung zahlreicher Karawanen, um dem Großkönig zu huldigen.Die Darstellung erinnert an das Wort des Propheten Jesaja: „Kommt, wir ziehn hinauf zum Berg des Herrn; er soll uns seine Wege weisen; auf seinen Pfaden wollen wir gehen“ (Jes 2,3).Für die Christen bedeutet dieses Motiv den Weg Christi vom sicheren Galiläa in die ihm feindselig gesonnene Hauptstadt. Trotzdem sagte Jesus: „Seht, wir ziehen hinauf nach Jerusalem, dort wird der Menschensohn den Hohenpriestern und Schriftgelehrten ausgeliefert; sie werden ihn zum Tod verurteilen …, aber am dritten Tag wird der auferstehen“ (Mt 20,18f).