Gmunden-Ort fördert Kommunkations- und Gemeinschaftsbewußtsein
Ausgabe: 1999/09, Gmunden-Ort
02.03.1999
- Walter Bachmayr
Gebäude werden mit einem bestimmten Zweck errichtet. Aus diesem Grund wird derzeit in Gmunden-Ort zu Gesprächsabenden ins 10 Jahre alte Pfarrzentrum eingeladen.Unter dem Motto „Triff dich mit uns! Komm mit uns ins Gespräch! Du bist uns nicht egal“ werden seit vergangenem September monatlich straßenweise alle Bewohner des Pfarrgebietes zu diesen Gesprächsabenden eingeladen. Das 10jährige Jubiläum des Pfarrzentrums wird zum Anlaß genommen, bewußt einen Kommunikations-Akzent zu setzen und mit den Pfarrangehörigen an den einzelnen Abenden näher ins Gespräch zu kommen, berichtet die Obfrau des Pfarrgemeinderates Inge Brunmayr.Im ersten, von dem in insgesamt drei Teilen gegliederten Abend, geht es nach einer lockeren Vorstellrunde um Fragen wie „Wie geht es mir mit der Kirche, bzw. mit der Pfarre?“, „Habe ich Kontakte zur Pfarre; wie sind diese?“ oder „Welche Fragen, Probleme habe ich?“Information über das Leben der Pfarre ist Schwerpunkt des zweiten Teiles. Dabei stellen Mitarbeiter ihre jeweiligen Fachausschüsse und Arbeitskreise anhand von Plakaten vor. Zudem liegt eine Fotoserie von den pfarrlichen Festen und anderen Aktionen zur Einsicht auf.Gemeinsam weiterdenken ist das Thema des dritten Teiles im Anschluß an eine Pause mit Imbiss und Getränken. In diesem Teil des Abends wird über konkrete Wünsche, Anregungen und Vorschläge für die Weiterarbeit diskutiert, erzählt Inge Brunmayr. Außerdem haben die Besucher noch einmal Gelegenheit, Fragen und Themen, die sie beschäftigen, zur Sprache zu bringen. Mit einem Schrifttext über die Emmaus-Jünger und Segenswünschen wird der Abend abgeschlossen. Zur Erinnerung an den Abend wird eine Pfarrbroschüre mitgegeben.Brunmayr: „Wir haben diese Gesprächsabende begonnen, ohne abschätzen zu können, ob sie angenommen werden oder nicht. Jetzt, nach fünf Abenden stellen wir übereinstimmend fest, daß es sich gelohnt hat, diesen Versuch zu starten.“Rund 30 Personen waren bisher im Durchschnitt anwesend und jedes Mal kamen einige, die bisher zur Pfarre keinen Kontakt hatten. Der Großteil, so Brunmayr, war erstaunt, was in einer Pfarre gleichsam „hinter den Kulissen“ alles geschieht, von dem sie vorher keine Ahnung hatten.Das bisherige Resümee des Pfarrgemeinderates über die Abende, die fortgesetzt werden, ist positiv: das Gemeinschaftsgefühl wurde verstärkt, Mißverständnisse und Vorurteile, die das Verhältnis der Menschen zur Pfarre verbauten, konnten in verschiedenen Fällen ausgeräumt werden und die positiven Reaktionen und Rückmeldungen ermutigen die Mitarbeiter/innen.