Daten und Fakten zu Bauern kämpfen um ihre Zukunft
EU, Landwirtschaft
Ausgabe: 1999/08, Daten, Fakten, EU
24.02.1999
- Hans Baumgartner
Kosten und Preise Nach EU-Plänen sollen die Preise bei Getreide um 20 Prozent, bei Milch um 10 bis 30% und bei Fleisch um 30% gesenkt werden. Die Bauern erhalten den Verlust nur bis zu maximal 80% ausgeglichen. Österreichs Mittel- und Kleinbetriebe müßten unter ihren Produktionskosten verkaufen. Ein Beispiel: Der Erzeugerpreis für Rindfleisch beträgt dz. 38 Schilling, die EU will ihn auf 27 öS senken; inklusive Ausgleichszahlungen bekäme der Bauer dann 33,4 öS; in Österreich liegen die durchschnittlichen Produktionskosten bei 35 Schilling. Was daran hängtDerzeit arbeiten 158.000 Menschen direkt in der Landwirtschaft, im sogenannten „Agrarkomplex“ aber insgesamt 663.000. Nach WIFO-Berechnungen kostet ein Arbeitsplatz in der Landwirtschaft auch einen Arbeitsplatz im Agrarkomplex. Betroffen davon sind nicht die großen Nahrungsmittelfabriken, sondern die regionalen Zulieferer und Verarbeiter. Damit wird die in ländlichen Regionen ohnedies schwierige Arbeitsmarktlage deutlich verschärft.