Nicht nur am „Welttag der Kranken“ denkt die Kirche an jene Menschen, die innerlich oder äußlich nicht gesund sind.Allein in der Diözese Linz sind – ermöglicht durch die finanzielle Unterstützung des Landes OÖ.– 20 Krankenhausseelsorger/innen angestellt, die sich um die geistig-geistliche Betreuung der Kranken in den oö. Spitälern kümmern. Dazu kommen 20 Priester, die neben einer anderen Aufgabe auch in der Krankenhausseelsorge tätig sind, sowie ca. 60 qualifizierte ehrenamtliche Mitarbeiter/innen. Es geht um viel mehr als um die Gewährleistung kirchlichen Beistandes, religiösen Trostes oder sakramentaler Nähe.Theologie und Medizin weiß heute gleichermaßen, wie nötig das körperlich-geistig-seelische Gleichgewicht für die Gesundheit des Menschen ist. In Holland führte diese Erkenntnis dazu, daß die Arbeit der Krankenhausseelsorge zur Gänze von der öffentlichen Hand finanziert wird.Für die Kirche als Glaubensgemeinschaft soll aber noch etwas anderes zählen, wünscht sich die Krankenpastoralverantwortliche der Diözese Linz, Dr. Anna Seyfried: „Viele kranke Menschen setzen sich ernsthaft mit ihrem Leben und ihrem Glauben auseinander. Im Krankenbett wird der Glaube an Gott zum Testfall, zum Ernstfall. Es gilt die Botschaft der Kranken zu hören, sie ernstzunehmen. Für die Kirche sind die Erfahrungen der Kranken geistige Kraftquellen, die sie notwendig braucht.“ Das macht die Sorge um kranke Menschen zuhause, im Heim oder im Spital wertvoll und geht weit über Pflichterfüllung hinaus.Die Bedeutung der Worte „krank“ und „gesund“ können jene verstehen, die wissen, daß es um mehr als Medizin geht. Krankheit ist auch Metapher, Gleichnis, Bild. Ist Spiegel der Lebensgewohnheiten, Umwelt, Gesellschaft. Ist ein Ruf, der Antwort und Zuwendung verlangt.