Nach fünf Jahren „Bosna Quilts“ wurde aus einer spontanen Initiative ein Verein, der 12 Frauen in Goraz*de zu einer neuen Sicherheit verhelfen will.Safira Ho*so ist eine von Tausenden Flüchtlingen, die 1997 den Weg in die südlich von Sarajevo gelegene Enklave Goraz*de gegangen ist. „Sie hätten unsere Stadt vor dem Krieg erleben müssen“, erzählt Safira. „Es war eine wohlhabende Stadt. Niemand mußte von hier weggehen, um als Gastarbeiter Geld zu verdienen, es gab genug Arbeit.“ Doch nach dem Friedensabkommen liegen die Fabriken in der Republik Srpska, nur jeder Zehnte findet eine Arbeit in der Stadt an der Drina. Und das bei extrem hohen Preisen: ein Liter Milch kostet 11,20 öS. Wer einen guten Job hat verdient 2100 Schilling im Monat.Eine der wenigen, die einen neuen Arbeitsplatz gefunden haben ist Safira Ho*so. Die Frau leitet die Werkstatt in Goraz*de, in der seit September 1998 die „Bosna Quilts“ genäht werden. „Auch wenn es schwierig ist, die Entwürfe von Vorarlberg nach Bosnien und die fertigen Kunstwerke wieder retour zu bringen“, sagt Ulrike Jussel-Ultsch, vom Verein Bosna Quilt. „Aber wir wollen den Frauen damit Sicherheit geben und den Wiederaufbau fördern. Bisher wurden schon 50 Quilts in Goraz*de gefertigt.“ Einziges Hindernis: Noch fehlt das Kapital, um die Frauen monatlich zu entlohnen, anstatt ihnen erst für die verkauften Bilder nach Monaten das Geld zukommen zu lassen.Auskunft über Ausstellungen und den Verein Bosna Quilt Werkstatt: Bahnstr. 3A, 6944 Altach, Tel. 0 55 76/74 7 13.