Das zarte Pflänzchen Liebe muß gegossen werden, sonst verdorrt es. Das gilt, wenn der Himmel voller Geigen hängt, und umso mehr, wenn der Alltag einzieht. Dies sagt Monika Kornfehl, Leiterin der diözesanen Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle. Sie verweist auf spezielle Angebote im Bildungshaus Schloß Puchberg für Partner in verschiedenen Ehejahrzehnten . „Es ist wichtig von Anfang an an der Ehe zu arbeiten!“ ist auch Brigitte Gruber aus Roitham überzeugt. Sie und ihr Mann Ing. Peter Gruber, Eltern dreier Kinder, haben bereits die Silberhochzeit hinter sich. Die beiden nahmen schon dreizehnmal an Eheveranstaltungen in Puchberg teil. „Es war jedesmal ein Auftanken!" ist Frau Brigitte begeistert. Als positiv empfand das Paar: Die lebensnahen Impulse wider den alltäglichen Trott, die offenen Gespräche und die Erkenntnis andere haben ähnliche Probleme! „Von anderen, vor allem Fachleuten, läßt man (Mann /Frau) sich auch eher etwas sagen“ ist Brigitte Grubers Erfahrung. „Gerade in der Phase mit kleinen Kindern soll man sich wenigstens ab und zu loseisen vom Alltag, in dem Nestbau und Beruf im Vordergrund stehen!“, ermutigt die Hausfrau vor allem junge Ehepaare, da „alle in der Familie profitieren“. So stellen sich Partner im 1. Lebensjahrzehnt beim Veranstaltungthema „Erwartung und Erfüllung in der Ehe” die Frage „Haben sich unsere Erwartungen erfüllt und welche Weichen gehören neu gestellt?“ Partner im 2. Lebensjahrzehnt sind dagegen meist in gefährlich eingefahrenen Gleisen, „funktionieren" nur mehr, nehmen sich zu wenig Zeit für sich und das Du. Da hilft es „Wünsche und Erwartungen“ - so der Titel - zu hinterfragen. Bleibt das Paar dann allein übrig, muß es oft erst wieder „lernen“ eine neue Nähe zu finden und nicht einsam zu zweit nebeneinander herzuleben: Die Veranstaltung „Die Liebe pflegen!" für Paare im 3. Ehejahrzehnt mit hautnahen Themen wie „Die eigenen Eltern werden alt" und „Die Erotik nicht vergessen“, ist ein Rundumerneuerung für „reife“ Ehen. Bildungshaus Schloß Puchberg: Tel. 07242-46558, 47537.