Bistum Linz beweist osteuropäischen Partnerdiözesen seine Verbundenheit
Ausgabe: 1999/04, Osteuropa
26.01.1999
- Martin Kranzl-Greinecker
Im Vorjahr standen dem Ostfonds der Diözese Linz ca. 4,8 Millionen Schilling für die Osthilfe zur Verfügung. Knapp die Hälfte davon wurde bei der Osteuropa-Sammlung im Februar gespendet.Auch heuer wird am ersten Sonntag im Februar wieder in vielen Pfarrkirchen um eine Spende für kirchliche Projekte in den osteuropäischen Partnerdiözesen gebeten. Jahrzehntelang wurden viele Kirchen und Pfarrgemeinden durch kommunistische Strukturen ausgehungert, nicht wenige Christen verfolgt. Nach dem Ende des realen Sozialismus taucht in den letzten Jahren verstärkt der Hunger nach geistig-geistlicher Nahrung auf. Die Menschen verlangen nach religiöser Orientierung und suchen die Nähe einer Kirche. Doch Kirchen müssen in vielen Fällen erst (wieder)erbaut werden, Strukturen sind zu schaffen. Das ist nur mit Hilfe von außen, etwa durch Partnerdiözesen, möglich.Hilfe für PartnerLinz pflegt mit Bistümern in vier Ländern Partnerschaftsbeziehungen, mit der Diözese Mostar (Bosnien-Herzegowina), der Diözese Alba-Julia (Rumänien), Budweis (Tschechien) sowie mit den weißrussischen Diözesen. Die Spenden, die am 7. Februar in den oö. Pfarren gesammelt werden, dienen beispielsweise folgenden Projekten:• Die im Bosnienkrieg beschädigte Kathedrale in Mostar soll wiederhergestellt werden. Insgesamt wurde die Domkirche von ca. 300 Granaten getroffen. Nicht nur das Dach und die Zugänge sondern auch die künstlerische Gestaltung sind seit den serbischen Angriffen im Jahr 1992 demoliert. Weil die Kirche erst 1980 errichtet worden war, entschied sich die Diözese für den Wiederaufbau, der mehr als zehn Millionen Schilling kostet.• Im Katechetischen Institut der weißrussischen Diözesen Minsk und Pinsk in Baranowiczi sollen Wohnmöglichkeiten für die Studierenden entstehen. Ca. 80 künftige Religionslehrer/innen werden in dem von Steyler Missionaren geführten Institut ausgebildet. In Eigenregie werden 50 Zimmer gebaut, die künftig als günstiges Quartier dienen.