Vor 50 Jahren, am 23.Dezember 1948, wurde Abt Adalbert von Neipperg OSB im Vernichtungslager Werschitz gefoltert und ermordet. Als Kriegsgefangener hatte er den „Sühnemarsch“ von 1000 Kilometern, von Windisch-Feistritz bei Marburg nach Werschitz mitmachen müssen. In gleicher Weise war er Seelsorger der Deutschen und Slowenen gewesen.Abt Adalbert hat sich im Gefangenenlager durch seine große Menschlichkeit zu den Mitgefangenen hervorgetan. Obwohgl selbst an Tuberkulose leidend hatte er in seiner „Stacheldraht-Universität“ Vorlesungen über das christliche Menschenbild gehalten. Vom Lagerkommandanten Franju Steiner wurde er daraufhin bezichtigt, ein „Klerikalfaschist“ zu sein. Nur mehr im kleineren Kreis konnte er daraufhin Gottesdienst feiern und mit den Gefangenen sprechen. Mit seinem Leiden wollte er, wie er sagte, „einen winzigen Teil“ der Schuld Deutschlands abbüßen.