Im Rahmen einer weltweiten Unterschriftenkampagne hat die Menschenrechtsorganisation amnesty international (ai) während des Menschenrechtsjahres 1998 alle Weltbürger aufgefordert, ihr Wort zu geben für einen persönlichen Beitrag zugunsten der Menschenrechte. In zwölf Monaten haben zehn Millionen Menschen, 45.000 davon in Österreich, versprochen, „alles in meiner Macht Stehende zu tun, damit die in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte verankerten Rechte weltweit Wirklichkeit werden“. Am 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte, werden die zu Büchern gebundenen Versprechen dem Generalsekretär der Vereinten Nationen, Kofi Annan, übergeben oder beseser gesagt vor dem Pariser Palais de Chaillot zu einem riesigen Monument gestapelt. Denn vor 50 Jahren hatten dort 48 UN-Mitgliedsstaaten, ohne Gegenstimme bei sechs Enthaltungen, die 30 Artikel der Menschenrechte verabschiedet, mit dem Ziel, eine Welt „frei von Furcht und Not“ zu schaffen.