Unter der Kurzbezeichnung „Enns neu“ läuft im Franziskanerorden das Projekt des Rückbaus des Pfarrzentrums Enns-St. Marien zu einem Kloster und der gleichzeitigen Erweiterung der Anlage, um genug Platz für die Pfarre zu bekommen. Am vergangenen Sonntag wurde nun feierlich eröffnet.
Ausgabe: 2013/38, Enns, Franziskaner, Pfarrzentrum, Kloster
25.09.2013
Die Franziskaner leben mit ihrem Umzug vom alten Pfarrhof in das neue Kloster nun wieder dort, wo die Brüder um 1250 in Enns begonnen haben. Sie rücken dadurch näher zu den Menschen und auch Pilger sind willkommen, denn Enns liegt am Weg nach Santiago.
Nach zehnmonatiger Bauzeit wurde am 22. September 2013, im Rahmen des Erntedankfestes das neue Pfarrzentrum und Franziskanerkloster eröffnet, geweiht und seiner Bestimmung übergeben. Die Feier leitete der Provinzvikar der österreichischen Franziskanerprovinz P. Gottfried Wegleitner.
Bei der Predigt betonte P. Gottfried, dass im neuen Kloster und Pfarrzentrum nicht so sehr die materiellen Sorgen im Vordergrund stehen sollten. Baulich und technisch haben Pfarre und Kloster nun gleichsam ein „update“ erhalten und stehen vor der Aufgabe, alles mit Leben zu füllen. Den Ennser Brüdern ist es wichtig, nach dem Auftrag des Ordensgründers Franz von Assisi heute anstößig und provozierend sein zu können in den grundlegenden Fragen des Lebens von Menschen und Gesellschaft.
In den neuen Räumen soll es Angebote und die Erfahrungsmöglichkeit geben, dass Glaube eine spirituelle Triebfeder auf der Suche nach Sinn und Orientierung im Leben sein kann. In der neuen Klosterkapelle geben die Brüder die Möglichkeit, Anteil zu nehmen am klösterlichen Gebet und heißen Menschen auf dem Weg des Lebens im Pfarrzentrum und Kloster zu einer Rast willkommen.