Die Fenster, die über alle drei Geschoße gehen, drücken treffend aus, was die Pfarre Schwertberg mit ihrem neuen Zentrum den Menschen bieten möchte: ein helles und freundliches Haus, das allen offen steht.
Ausgabe: 2013/38, Schwertberg, Pfarrzentrum
18.09.2013
- Josef Wallner
„Am meisten freue ich mich wieder auf das wöchentliche Pfarrcafé“, sagt Pfarrgemeinderats-Obmann Thomas Hinterholzer. Seit vor mehr als einem Jahr mit dem Abriss der alten Mauern begonnen wurde, konnte das Treffen nach den Sonntagsgottesdiensten nicht mehr stattfinden. „Dass es wieder Raum für Begegnung und Gemeinschaft gibt – darauf warten schon viele in der Pfarre.“ Und dafür haben die Pfarrangehörigen auch mit großem Einsatz gearbeitet. In der Planung, beim Bau und beim Aufbringen von Geld. So hat zum Beispiel eine Bäckerei ein Philippusbrot – benannt nach einem der Kirchenpatrone – kreiert und pro verkauftem Laib 50 Cent für das Pfarrzentrum gespendet. PGR-Obmann Hinterholzer ist sehr froh, dass viele mit Fantasie zur Finanzierung des Pfarrzentrums beitragen. Denn von den 1,3 Millonen Euro, die das Projekt kostet, muss die Pfarre rund eine halbe Million beisteuern.
Heimat und Begegnung.
„Wenn mit der Segnung des Gebäudes die Baustelle abgeschlossen ist, beginnt eine Baustelle der anderen Art“, erklärt Ingrid Penner vom Bauausschuss: „Betreten ist dabei ausdrücklich erwünscht.“ Das neue Zentrum soll sich so wie das alte wieder mit Leben füllen. „Das Pfarrzentrum möchte ein Stück Heimat vermitteln“, so Penner: „Heimat erfahren Menschen dort, wo sie angenommen werden und wo wertschätzender Umgang gepflegt wird.“ Neu ist im Pfarrzentrum ein Meditationsraum. Er will anstoßen, miteinander Spiritualität zu pflegen und zu vertiefen. Umgestaltet wurde auch der Pfarrplatz, indem Parkplätze verlegt und zwischen Kirche und Pfarrzentrum eine Ebene ohne Stufen geschaffen wurde. Der Platz wird nun von diesen beiden Gebäuden bestimmt. Penner: „In Kirche und Pfarrzentrum findet Begegnung statt – in unterschiedlicher und doch gleicher Weise. Sowohl im gemeinsamen Gottesdienst als auch in der mitmenschlichen Begegnung können Menschen Gott erfahren. Gemeinschaft ist das Wesen des Christentums.“